Gerda Müller und Pongo Zimmermann:
Augenblicke, Ideen, Leidenschaften und Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum.

Beaucaire

Beaucaire liegt am rechten Ufer der Rhône. Gegenüber liegt die Stadt Tarascon. In Beaucaire beginnt der Canal du Rhône à Sète, der ursprünglich über eine Schleuse mit der Rhône verbunden war. Heute ist diese Verbindung aber unterbrochen. Man erreicht den Kanal über die Petit Rhône bei Saint-Gilles.

Historische Bedeutung erlangte Beaucaire durch seine alljährliche Handelsmesse, die "Foire de la Madeleine". Durch seine strategische Lage an der Rhônemündung und den Handelswegen zwischen Italien und Spanien begünstigt, war Beaucaire jahrhundertelang einer der wichtigsten Marktplätze Europas. Hier trafen sich jedes Jahr vom 22. bis 28. Juli bis zu 300.000 Händler aus dem ganzen Land, aber auch aus dem Mittelmeerraum und dem Orient. In tausenden von Zelten wurde Ware aller Art gehandelt. Es wird geschätzt, dass das Handelsvolumen an der "Foire de la Madeleine" grösser war, als der des Hafens von Marseille im gesamten Jahr. Erst die Eisenbahn und der Niedergang des Handelsverkehrs auf der Rhône beendeten die Blütezeit des Ortes. Beaucaire ist heute eine magrebisch geprägte Stadt in wohltuhender Anonymität.

Uns zieht vor allem die Huilerie Coopérative hierher: Da wird ein ausgezeichnetes Olivenöl aus picholines, négrettes, aglandau, lucques und altern lokalen Sorten produziert. Auch der Preis macht Freude - der 5L Bidon kostet 65,00 Euro. In Flaschen werden auch artreine Olivenöle angeboten.

http://www.huileriecoop-beaucaire.com/fr/content/7-presentation

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