Gerda Müller und Pongo Zimmermann:
Augenblicke, Ideen, Leidenschaften und Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum.

Indigo färben

Verena Zortea färbt Indigo. Susi Lindig dokumentiert den Vorgang mit Fotos, Beatrice Kälin macht sich Notizen und ich schaue zu und frage Verena "Löcher in den Bauch".

Die Küppe, die Färberbrühe, stinkt nach Pisse. Die gebeizte Wolle wird bei 45 Grad in die Küppe getaucht und sofort abgedeckt, damit kein Sauerstoff zukommt. Eine Decke darüber hält die Temperatur gleichmässig. Nun trinken wir Tee und essen Beerelikuchen. Nach einer Stunde nimmt Verena das Färbgut raus, es ist grün und verfärbt sich mit dem Sauerstoff langsam in ein dunkles, sattes Indigo. Spannend.

Verena ist mit der gefärbten Wolle sehr zufrieden, das Blau ist kräftig und tief. An diesem Färbetag stimmt alles: die Temperatur der Küppe der Luft und die hohe Luftfeuchtigkeit.

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